AUF DER SUCHE....

nach dem richtigen Fotografen.

 

Liebe Brautleute!

Nicht  nur für euch ein wichtiger Punkt, sondern auch für uns Fotografen. Es ist wirklich so, dass kein anderes Thema bei Hochzeitsfotografen oder Fotografen überhaupt so intensiv, ausführlich und teilweise sogar bedrohlich diskutiert wird, wie der Preis. Um es gleich vorweg zu nehmen, ich werdn hier nun keine Rechtfertigungen auflisten was es bedeutet als Hochzeitsfotograf selbständig tätig zu sein. Ich werde nicht auflisten welche Ausgaben wir haben und was wir mit diesem Einkommen alles abdecken müssen. Ich versuche einfach zu erklären, dass Ihr als möglicher Kunde eine sinnvolle Entscheidung treffen müsst. 

 

Was ihr entscheiden müsst ist: Wie viel Geld wollt ihr ausgeben und was bekommt ihr dafür?

Was sind euch diese Erinnerungen für die Ewigkeit wert?

 

Wer sich auf die Suche nach Hochzeitsfotografen begibt oder bereits dabei ist, wird feststellen es gibt alles. Von wow, cool, das kostet fast nichts bis hin zu  oh, ich möchte nur Fotos kaufen, nicht den Fotografen selbst. Wieso und warum es so ein breites Spektrum und unterschiedliche Preisniveaus gibt, darüber könnte man ein eigenes Buch schreiben. Für euch jedoch, liebe Brautpaare, ist einzig und allein folgendes wichtig: Nirgendwo anders ist dieser Satz so richtig, wie in der Hochzeitsfotografie: „Man bekommt einfach das was man bezahlt!“

Fotografen sind in der Regel, selbständig arbeitende Unternehmer und müssen dafür sorgen, dass genügend Geld zum (über)leben da ist. Auch und obwohl es viele gibt, die den Beruf nicht als Hauptberuf ausüben oder ausüben können.

 

Hier nun genaue Zahlen oder Beispiele vorzutragen macht wenig Sinn, aber wir wollen dennoch ein paar weit verbreitete Mythen aufdecken. Vor allem für Brautleute die in einem Angestelltenverhältnis sind dürften das gut verstehen.

· Ein Fotograf, der 1.100,- Euro für eine 10h Hochzeitsbegleitung berechnet, hat keinen Stundenlohn von 110 Euro!

· Das Jahr hat zwar 52 Wochenenden aber im mitteleuropäischen Raum wird in den Sommermonaten mehr geheiratet als im Winter. Das ist sehr schade, aber leider Tatsache.

· Realistisch gesehen kann also ein Hochzeitsfotograf zwischen 20 und 40 Hochzeiten fotografieren (wir sprechen über Ganztagesreportagen von Minimum 8h Stunden). Bei einer Selbstständigkeit im Nebengewerbe sind es maximal 10-15 Hochzeiten!

· Richtig, theoretisch kann man Freitag/Samstag/Sonntag hintereinander Ganztagesreportagen verbuchen. Praktisch wird man dann aber nicht das Pensionsalter erreichen!

· Obwohl viele vom Traumberuf als Hochzeitsfotografen sprechen, ist das eigentliche Fotografieren nur circa 10% der Tätigkeit.

 

Lebt nun der Fotograf eures Vertrauens ausschließlich von der Fotografie oder sogar nur von der Hochzeitsfotografie, ist also spezialisiert auf genau das was ihr sucht, dann funktioniert seine Unternehmung langfristig nur, wenn er ein vielfaches an Jahresumsatz erwirtschaften kann, was er auch als Angestellter pro Jahr verdienen würde.

Natürlich hängen in dieser Rechnung sehr viele Faktoren mit drin aber sehr grob kann man sagen: Ein Bruttojahresgehalt eines Angestellten von zum Beispiel 50.000,- Euro erfordert im Vergleich mindestens zwischen 100.000,- und 150.000,- Umsatz eines Fotografen um in etwa auf den gleichen Verdienst zu kommen. Also auch rein rechnerisch wird das echt schwierig bei allem was unterhalb von 2.000,- Euro pro Hochzeit stattfindet. Leuchtet eigentlich ein, oder?

Es ist jedoch unmöglich und auch nicht gerade sinnvoll bei diesem komplexen Thema alle Kollegen über einen Kamm zu scheren. Jeder ist mit seinen angebotenen Leistungen und Preise individuell. Allerdings soll dieser kleine Anriss über die Kosten, euch liebe Brautpaare, ein wenig sensibilisieren, dass die Kosten für Hochzeitsfotos durchaus einen berechenbaren, wirtschaftlichen Hintergrund haben und nicht in der Fantasie des Fotografen entstehen um diesen reich werden zu lassen.

Letzten Endes sind, je nach persönlicher Wichtigkeit, Hochzeitsfotos eine Investition in Erinnerungen. Diese werden in den nächsten Jahrzenten durch genau diese Fotos geprägt werden und zwar nicht nur vom aufgenommenen Moment her, sondern auch vom Stil und von den Farben und das Erlebnis mit dem Hochzeitsfotografen. Und deshalb bitte ich euch, liebes Brautpaar, überlegt euch bitte im Vorfeld sehr genau wer für euch als Fotograf in Frage kommt. Ich kann wirklich nur davon abraten diese Entscheidung rein aus Gründen der Kosten zu tätigen. 

Leider habe ich auch schon viel zu oft erlebt, dass Menschen sich bei dieser Entscheidung zu viel vom Preis haben leiten lassen. Daher noch ein allerletzter Tipp: Wenn ihr euch mal entscheiden müsst und es um vielleicht 1000 Euro mehr Ausgabe geht, dann könnt ihr getrost diese einfache Rechnung aufstellen:

 

1000,- Euro aufgeteilt auf die nächsten sage wir vielleicht 35 Ehejahren bedeuten eine Investition von 0,078 Euro pro Tag oder 50 Cent die Woche

oder 2,20 Euro/Monat. - Ein Kaffee Latte weniger im Monat und die Investition ist eingespart. ;)

 

Der Fotograf wird vielleicht nicht bei dieser Ratenzahlung mitmachen, aber vielleicht lassen sich im Budget Prioritäten verschieben...

 

 

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